Leitfaden · RAG-Architektur

RAG-Architektur on-premise aufbauen: Komponenten, Stack und Vorgehen

Wer RAG ohne Datenabfluss betreiben will, braucht die richtigen Bausteine und eine Architektur, die zusammenpasst. Dieser Leitfaden zeigt die Komponenten, die Stolpersteine und den Weg in die Produktion.

Warum on-premise

Datenhoheit ist kein Nice-to-have

Cloud-RAG ist schnell aufgesetzt, aber für sensible Unternehmensdaten oft keine Option. On-Premise hält die Daten im Haus, verlangt aber bewusste Architekturentscheidungen.

Datenhoheit

Vertrauliche Dokumente verlassen Ihre Infrastruktur nicht. Kein Abfluss an externe Modelle oder Anbieter.

DSGVO und Compliance

Branchen mit strengen Anforderungen brauchen nachweisbare Kontrolle über Speicherung und Verarbeitung.

Kein Vendor-Lock-in

Eine offene Architektur lässt sich weiterentwickeln, statt an einen Anbieter gebunden zu sein.

Kostenkontrolle

Eigene Infrastruktur kann bei hohem Volumen günstiger und planbarer sein als nutzungsbasierte Cloud-APIs.

Die Bausteine

Die Komponenten einer On-Premise-RAG-Architektur

Eine produktionsreife RAG-Pipeline besteht aus mehreren Bausteinen, die aufeinander abgestimmt sein müssen.

Ingestion und Chunking

Dokumente werden eingelesen, normalisiert und in sinnvolle Abschnitte zerlegt.

Embedding-Modell

Ein lokal betriebenes Modell wandelt Text in Vektoren um, ohne externe API.

Vektordatenbank

pgvector, Qdrant oder Vespa speichern die Embeddings und ermöglichen schnelle semantische Suche.

Retrieval und Reranking

Hybride Suche und Reranking sorgen dafür, dass die relevantesten Stellen gefunden werden.

Lokales LLM

Ein selbst gehostetes Sprachmodell generiert die Antwort auf Basis der gefundenen Inhalte.

Orchestrierung

Eine Schicht verbindet die Bausteine, steuert Prompts und sichert Quellenbelege und Kontextgrenzen.

Hardware und Modelle

Was der Betrieb voraussetzt

On-Premise heißt, Sie betreiben die Modelle selbst. Wie viel Hardware nötig ist, hängt von Volumen, Latenzanforderung und Modellgröße ab. Wir helfen, die Wahl realistisch zu treffen.

  • GPU-Bedarf abhängig von Modellgröße und Durchsatz
  • Open-Source-LLMs als Alternative zu proprietären APIs
  • Container-Orchestrierung für stabilen Betrieb
  • Skalierung nach tatsächlicher Last

Selbst bauen oder mit QUIKK

Zwei Wege zur On-Premise-Architektur

Selbst bauen

Mit dem nötigen Know-how und Zeit lässt sich die Architektur intern aufbauen. Dieser Leitfaden gibt die Struktur vor.

Mit QUIKK

Wir bringen die Erfahrung aus eigener RAG-Entwicklung ein und verkürzen den Weg von der Architektur zum produktiven System.

RAG-Workshop

Im Workshop baut Ihr Team die Pipeline selbst und lernt, jede Entscheidung zu begründen und zu messen.

Review und Audit

Sie haben bereits ein System? Wir bewerten Architektur und Retrieval-Qualität und zeigen Verbesserungen.

Stolpersteine

Woran On-Premise-RAG oft scheitert

Die Bausteine einzeln aufzusetzen ist machbar. Der Aufwand steckt im Zusammenspiel und in der Qualitätssicherung.

  • Chunking, das Zusammenhänge zerreißt
  • Retrieval-Qualität, die nicht gemessen wird
  • Halluzinationen ohne Quellenbindung
  • Fehlende Evaluierung beim Weiterentwickeln

Vorgehen

Von der Architektur zum Betrieb

1

Architektur-Workshop

Wir treffen die zentralen Entscheidungen: Chunking, Retrieval, Reranking, Modelle und Betriebsmodell, dokumentiert und umsetzbar.

2

Proof of Concept

Die Architektur läuft an Ihren echten Daten und wird quantitativ evaluiert.

3

Produktion und Betrieb

Anbindung, Monitoring und Skalierung, on-premise oder in Ihrer eigenen Cloud.

FAQ

Häufige Fragen zu On-Premise-RAG

Welches Hosting brauche ich für On-Premise-RAG?

Eigene Server oder Ihre private Cloud mit ausreichend GPU-Kapazität. Der genaue Bedarf hängt von Modellgröße, Volumen und Latenzanforderung ab.

Welche Modelle kommen in Frage?

Open-Source-LLMs und Embedding-Modelle, die sich lokal betreiben lassen. Wir wählen nach Qualität, Latenz und Kosten aus.

Wie steht es um den Datenschutz?

Bei On-Premise verlassen Ihre Daten die Infrastruktur nicht. Es gibt keinen Abfluss an externe Anbieter, was DSGVO und strenge Branchenanforderungen erleichtert.

Lohnt sich On-Premise gegenüber der Cloud?

Bei sensiblen Daten oder hohem Volumen oft ja, sowohl aus Compliance- als auch aus Kostensicht. Wir bewerten beides neutral.

Können wir klein anfangen?

Ja. Wir starten mit einem klar abgegrenzten PoC und skalieren erst, wenn die Architektur trägt.

Architektur-Workshop: in einem Tag zur Entscheidung

Buchen Sie einen Architektur-Workshop. Am Ende steht eine dokumentierte Entscheidung zu Chunking, Retrieval, Modellen und Betriebsmodell, zugeschnitten auf Ihre Infrastruktur.

Sprechen wir darüber, wie KI Ihr Unternehmen voranbringen kann.

Schreiben Sie uns an, wir freuen uns auf Ihr Projekt.

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